Südafrika-Garden Route

Unsere gesamte Strecke

Die Garden Route liegt in Südafrika und gehört zu den wichtigsten Touristenattraktionen des Landes. Die Jahreszeiten sind genau umgekehrt und so hat man im Februar Sommer und Wärme. Es ist bis März die beste Jahreszeit, um Südafrika zu erkunden. Wir hatten uns die Route zusammenstellen lassen und sind mit einem Mietwaren knapp 3000 Kilometer in drei Wochen gefahren.
Nach einem 12Stunden Flug landeten wir in Kapstadt. Die Uhrzeit - eine Stunde plus, somit hatte der Körper keine Probleme mit der Umstellung.
Der erste Blick auf Kapstadt. Tafelberg und rechts Lions Head.


Gepäck, Mietwagen und schon fuhren wir zum ersten Quartier. Natürlich war das Linksfahren gewöhnungsbedürftig. Die ersten Kilometer waren eine Qual, man gewöhnt sich daran. Nachdem wir uns im Hotel einquartierten, schauten wir uns ein wenig in der Umgebung um. Der Tafelberg und die Seilbahn lagen direkt vor uns. Nach einem Abendessen gingen wir früh schlafen. Das Frühstück war anders als gewohnt.


Unsere erste Etappe Kapstadt - Hermanus

Bettys Bay - unser erstes Ziel. Die Küstenstraße landschaftlich sehr reizvoll. Wetter mit 25 Grad herrlich. Das Kap der guten Hoffnung ist nicht der südlichste Punkt, aber dazu später.


Zwischen Juni und November zieht es die großen Meeressäuger aus der Antarktis nach Südafrika zum Paaren und Kalben. Uns war klar, wir würden dieses herrliche Schauspiel nicht erleben, aber kleinere Wale, Delphine, Robben und Pinguine kann man immer sehen. Die Bucht heißt False Bay und es gibt natürlich auch Haie. Das Wasser ist kalt im Sommer und wärmer im Winter, das liegt auch an der Antarktis, das Tauwasser kühlt erheblich.


.jpg)
Pinguinkolonien


Drei Küken



Vom Parkplatz aus konnte man sie schon sehen. Es gab einen Holzsteg, der eine kleine Gebühr kostete. Der Abschied fiel mir richtig schwer. Auf dem letzten Foto hatte sich jemand dazwischen gemogelt. Vermutlich ein entfernter Verwandter.
In Südafrika bezahlt man mit Rand. 20 Rand sind ungefähr 1 Euro. Tanken kostete ca der Liter einen Euro. Tanken ist mit Bedienung. Ein freundlicher Mensch winkt, man soll an seine Zapfsäule kommen. Ein weiterer putzt sofort alle Fenster des Autos. Bezahlt wird am Auto mit Kreditkarte. Es ist üblich Trinkgeld zu geben. 10 oder 20 Rand. Auf Parkplätzen gibt es Parkwächter. Sie sind nirgends angestellt. Sie zeigen einen freien Platz, weisen einen evtl. ein. Natürlich gibt es immer dafür ein Trinkgeld. 10 Rand sind ausreichend. Es wird viel per Anhalter gefahren und ich habe gesehen, dass die Menschen auch Geld in der Hand hielten, um mitgenommen zu werden. Wir haben keinen Anhalter mitgenommen. Die Menschen sind überhaupt viel zu Fuß unterwegs.

Hermanus ist ein südöstlich von Kapstadt gelegener Küstenort in der südafrikanischen Provinz Westkap und ein beliebtes Ziel zur Walbeobachtung. Unsere Unterkunft lag etwas außerhalb in einem Wohngebiet, wunderschön gelegen. Alle Unterkünfte hatten einen Pool, der meistens eiskalt war.
Oftmals hatten wir ein kleine Portion Sherry auf dem Zimmer. Für uns ungewöhnlich.

Die Unterkunft lag direkt an einem Golfplatz. Im Garten liefen Perlhühner herum. Alles wunderschön Grün mit vielen Pflanzen.




Am späten Nachmittag fuhren wir zum Wasser und machten einen längeren Spaziergang an den Klippen entlang.


Der Klippschliefer, mitunter auch Wüstenschliefer oder Klippdachs genannt, ist eine Art in der Ordnung der Schliefer. Sein Körperbau erinnert an Meerschweinchen.

Unsere nächste Etappe

Wir hatten uns entschlossen, die Route zu verändern und südlich mehr an der Küste entlang zu fahren. Es gab einen hübschen Strandabschnitt, den wir besuchen wollen.




Zunächst fuhren wir auf einer schönen Straße, aber irgendwann wurde sie zur Schotterpiste. Man konnte maximal 50 km/h fahren und es zog sich.
Hinterher war uns klar, wir fuhren am Rand des Nationalparks Agulhas entlang. Die südlichste Spitze Afrikas. Viele Schiffwracks, Wale und Wildblumen kann man entdecken.
Wir waren froh, als wir die Zivilisation erreichten. Die Unterkunft zauberhaft. Ein altes Haus, ein gemütliches großes Zimmer mit Balkon
In fast allen Unterkünften gab es eine Bar zur Selbstbedienung. Alles auf Vertrauensbasis.





Natürlich gibt es Schlangen und auch große Spinnen in Südafrika. Ihnen nahe zu sein, ist kein schönes Gefühl. Wir haben keine gesehen.
Am nächsten Morgen sind wir zum Leuchtturm gefahren und zum südlichsten Punkt gewandert. Nicht das Kap der guten Hoffnung, sondern Cap Agulhas ist der südlichste Punkt.

.jpg)



Der Tag endete mit einem Strandspaziergang, bevor wir am nächsten Tag weiterfuhren. Eine längere Strecke bis Oudtshoorn.
Der kleine Kerl saß mitten auf der Straße.





Oudtshoorn befindet sich in der Klein Karoo Halbwüste in der Provinz Western Cape unweit der Garden Route. Am Fuße der Swartberg Mountains bietet die Region eine der faszinierendsten Landschaften Südafrikas mit zahlreichen Ausflugszielen vor imposanter Kulisse. Bekannt durch die Straußenfarmen, die man besichtigen kann.
Wir sind über Mossel Bay gefahren, gab nicht viel her. Auch hier sind wir an Townships vorbei gekommen, die es praktisch überall gibt.
Ein Township ist im südlichen Afrika ein während der Apartheid entstandener, meist unterentwickelter städtischer Wohnbezirk für die nicht-weiße Bevölkerung, oft in Form von Armenvierteln am Rande der Kernstädte. Diese Gebiete waren räumlich getrennt, schlecht infrastrukturiert und sind bis heute durch Armut, hohe Dichte und oft provisorische Unterkünfte geprägt.
Wir haben nicht fotografiert oder an einer Führung teilgenommen.

Oudtshoorn war eine Zwischenübernachtung. Die Unterkunft fast ein Museum. Straußenfarmen haben uns wenig interessiert. Die Tiere werden geschlachtet und gegessen.

Natürlich gab es fließend Wasser, das war alles Deko.




Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Addo. Dort ist ein großer Nationalpark – Elephant Park. Unsere Lodge lag außerhalb, direkt an einem Reservat. Wir konnten von der riesigen Terrasse Tiere beobachten. Für den Park hatten wir einen Fahrer gemietet, der uns an einem Tag (9 Stunden) alles zeigen würde. Man kann die Big Five sehen. Wir haben sie nicht gesehen. Leoparden und Nashörner verstecken sich gern.
Löwen, Zebras, Elefanten, Nashörner und Leoparden (Big Five)
Mit unserem kleinen Climber wären wir nicht gern durch den Park gefahren. Unser Fahrer hatte einen Jeep und er kannte sich aus. Es war ein außergewöhnlicher Tag.
Wer Tiere direkt vor die Kamera bekommen möchte, der sollte in einen Zoo gehen. In der Natur sieht man sie meistens aus einer gewissen Entfernung.

Unser erster Eindruck von Wildtieren. Direkt von der Terrasse.


Warzenschweine und Hirsche/Rehe
Am nächsten Tag wurden wir von unserem Ranger abgeholt.





Wie ich schon erwähnte, es ist kein Zoo, die Tiere müssen teilweise vom Ranger gesucht werden. Oft über Funk mit anderen Rangern.









Auch wird alles oder fast alles verwertet. Kleine Käfer arbeiten hier.


Am nächsten Tag fuhren wir südlich an der Küste entlang zum Tsitsikamma Nationalpark.
Unterwegs gab es eine Pause in Francis Bay. Eine wilde Küste, hohe Wellen, Felsen.



Wir kennen alle Baustellenampeln. In Südafrika läuft das noch etwas anders. Vorher steht jemand am Straßenrand mit einer Fahne. An der Baustelle sieht man schon von weitem ein Schild, darauf steht Stopp oder Go. Die Fahrbahn ist mit einer Barke versperrt. Über Funk sind die Angestellten mit der anderen Seite verbunden und ist die Strecke frei, wird das Schild umgedreht und die Bake beiseitegeschoben. Oft begleitet mit freundlichem Winken.

Unsere Unterkunft









Wir hatten einen schönen Tag bei angenehmen Temperaturen. Durch Zufall hatten wir einen Diner entdeckt, der sogar im Internet beworben wurde. Da mussten wir hin.






In der Nähe gab es eine riesige Brücke, die wir uns noch ansehen wollten und tanken mussten wir auch noch.


Viele Warnschilder, man soll sie nicht füttern. Sie können Autotüren öffnen und nehmen auch Handtaschen mit.
Knysna ist eine Stadt an der Garden Route in der südafrikanischen Provinz Westkap. Sie ist bekannt für ihre malerische Lagune, die von zwei Sandsteinklippen (Knysna Heads) vom Indischen Ozean getrennt wird. Der Name stammt aus der Khoisan-Sprache und bedeutet vermutlich „Farne“ oder „tiefe/dunkle Klippen“.

Unterwegs pausierten wir in Plettenberg Bay
.jpg)

Plettenberg Bay – kleiner Eintritt und man konnte eine wunderschöne Wanderung oberhalb der Klippen unternehmen mit Sicht auf Robben. Der Weg war teilweise beschwerlich und es war warm.




Unsere Unterkunft in Knysna war sehr luxuriös. Direkter Blick auf die Lagune, man sieht die schmale Meerenge im Bild links.



Am nächsten Morgen fuhren wir zu der Meerenge und genossen die Aussicht - oben und unten.



Später bummelten wir durch eine kleine Fußgängerzone und wurden direkt angesprochen, ob wir eine Bootsfahrt unternehmen möchten. Wir sagten erfreut zu. Gerade die spontanen Dinge machen den meisten Spaß. Mit einem Speedboot fuhren wir durch die Lagune bis aufs offene Meer in rasanter Geschwindigkeit. So etwas hatten wir noch nie erlebt. Bisschen flau im Magen wurde einem schon, aber es war ein spannendes Erlebnis, Robben haben wir auch gesehen, aber nur gefilmt. Zum Fotografieren hatte ich keine Hand frei, musste mich festhalten.
Auch an die Vierbeiner wurde gedacht. Habe ich zufällig in einem Bäckerladen/Cafe entdeckt.


Die nächste Etappe war lang und es gab viel Landschaft zu sehen. Wir ließen uns Zeit und machten Pausen, bis wir in Montagu ankamen.
Montagu ist ein charmantes, historisches Städtchen im Westkap Südafrikas an der berühmten Route 62, bekannt für seine heißen Quellen, den Weinanbau (Muscadel) und gut erhaltene kapholländische Architektur. Der Ort, 1851 gegründet, liegt malerisch zwischen Bergen.







Montagu-Stellenbosch

Stellenbosch ist eine Stadt in der Provinz Westkap Südafrika. Sie liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Kapstadt. Sie die älteste – nach Kapstadt – gegründete Siedlung im heutigen Südafrika.
Sie ist nach Kapstadt die älteste von Europäern gegründete Siedlung im heutigen Südafrika.
Zur Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Weinbau sich für kurze Zeit wirtschaftlich zu erholen, ehe die wegen der Apartheidpolitik verhängten Sanktionen einen erneuten Niedergang verursachten. Erst nach der Abschaffung der Apartheid kam das wirtschaftliche Leben wieder in Schwung, zu dem sich neben dem Weinbau zunehmend auch der Tourismus etablierte.

Die letzte Etappe war kurz. Knapp 60 Kilometer bis Kapstadt. Dort hatten wir drei Tage Zeit, die Stadt zu erkunden. Leider wurde es sehr heiß. Knapp unter 40 Grad. Für eine Stadtbesichtigung belastend.

Da wir Zeit hatten, fuhren wir zunächst an die Küste und machten einen ausgedehnten Strandspaziergang.





False Bay – und noch einmal Pinguine. Danach fuhren wir ins Hotel, das wir schon von der Hinreise kannten.
Für den nächsten Tag hatten wir was Spannendes geplant. Wir machten einen Hubschrauberrundflug an der Küste entlang. Unser Fahrer holte uns ab und brachte uns später wieder zum Hotel zurück.





Robben Island ist ein Ort, an dem viele berühmte Persönlichkeiten eine Zeit lang inhaftiert waren. Unter ihnen ist der legendäre Nelson Mandela. Seine 18-jährige Haft auf der Insel hat dazu beigetragen, ihn zu einem Symbol für den Kampf gegen die Apartheid zu machen.



Für den vorletzten Tag buchten wir Hop on -Hop off. Es war einfach zu heiß, um herumzulaufen. So konnten wir vom Bus aus alles sehen und genießen.
Neben dem Tafelberg konnte man mit dem PKW einen Berg hinauffahren (The Rock). Oben boten sie Paragliding an. Wir haben zugeschaut und den Mut bewundert.

Kapstadt von der Tafelberg Talstation


.jpg)



Am Abreisetag sind wir noch einmal zum Strand gefahren mit Blick auf den Tafelberg. Ein schönes Panorama und ein schöner Abschluss.

.jpg)
Es war eine interessante Reise mit unglaublich vielen Eindrücken und Erlebnissen. Freundliche Menschen, eine wunderschöne Landschaft. Natürlich auch Armut, man wird demütig, denn wir jammern oft auf hohem Niveau.
Ich wünsche allen viel Freude beim Anschauen
Herzlichst Geli
© Geli