Der Mai ist gekommen oder ein Ausflug mit Hilde

Teutoburger Wald Hermannsdenkmal

2015

 

Darf ich vorstellen, das ist Hilde, ein 44 Jahre alter VW-Käfer 1302. Im August 2014 habe ich sie erstanden. Ein paar kleine Schönheitsreparaturen waren nötig, denn der Zahn der Zeit hatte an ihr genagt, aber nun ist sie perfekt. Sie ist ein Sommerauto und der Mai ist der richtige Zeitpunkt, um mit ihr auszufahren. Natürlich ist sie ein Mädchen.

Im letzten Herbst war ich ein paar Tage auf dem Hermannsweg wandern. Schöne Herbsttage, aber die Landschaft ist im Frühling noch sehenswerter. Die Buchen tragen ihr erstes Grün, der Löwenzahn leuchtet gelb, auch der Raps steht fast in Blüte. Viele Bäume blühen.

Mit Hilde gemächlich durch die Landschaft zu fahren ist herrlich. Ab und an pausieren und den Frühling genießen. Mein Ziel Bad Meinberg in NRW. In einem kleinen Ortsteil befinden sich die Externsteine. Eine Sand-Felssteinformation im Teutoburger Wald ca. 70 Millionen Jahre alt.

Natürlich bin ich nicht allein dort, das war im November anders. Viele Touristen erklimmen die Stufen und fotografieren. Trotzdem ist es schön hier. Diesmal kostet es Eintritt, ich erwerbe eine Kombikarte, denn ich will noch zum Hermanns-Denkmal.

 

 

                           

 

     

 

 

       

          

                               

 

Zum Hermannsdenkmal ist es nicht weit. Mit dem Auto 6 Kilometer. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich wandern, aber für eine Tagestour ist das zu viel. Ich parke zwei Kilometer vor dem Denkmal und wandere wenigstens das letzte Stück. Auch hier sind viele Touristen unterwegs.

Das Denkmal soll an den Cheruskerfürsten Arminius erinnern, der den Römern im Jahre 9 eine entscheidende Niederlage brachte. Mit einer Figurhöhe von 26,57 und einer Gesamthöhe von 53.46 ist sie die höchste Statue Deutschlands. Der Ausblick ist herrlich. Auch hier wieder das jungfräuliche Grün, das den Wald in unterschiedlichen Farben zeigt. Ein Glücksmoment und ich spüre diese tiefe Freude, ein kleiner Urlaub, der das Herz höher schlagen lässt.

 

 

                                            

 

 

Auf dem Rückweg statte ich dem kleinen Ort Blomberg noch einen Besuch ab. Es gibt eine kleine Burg und schöne Aussichtspunkte. Nach einem Eisbecher trete ich die Rückreise an.

Ich ändere meine Tour und fahre noch ein wenig an der Weser bis Bodenwerder entlang. Das Weserbergland und der Ith bilden einen schönen Kontrast. Eine herrliche Tagestour, von der ich noch ein Weilchen zehren werde.

               

           

 

 

 

 

 

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